Gesamtschule Jüchen – Eine Schule für alle Kinder

Umgang mit Vielfalt

„Es gibt kein größeres Unrecht als die gleiche Behandlung von Ungleichen.”

– Paul F. Brandwein, amerik. Psychologe



Vorwort

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

liebe Schülerinnen und Schüler,

sehr geehrte Damen und Herren,

 

Die am 1.08.2012 gegründete Sekundarschule Jüchen ist mit der Unterstützung von Politik, Eltern und Lehrern in eine Gesamtschule umgewandelt worden. Zum 01.08.2016 ist der Betrieb als Ganztagsschule an zwei Standorten, der Mühlenstr.17-19 in Jüchen-Hochneukirch und der Stadionstr.77 in Jüchen aufgenommen worden. Die Hauptschule ist ausgelaufen, die Realschule läuft mit dem Schuljahr 2016/17 aus.

Mit der Gründung einer Gesamtschule wird nun der Wunsch vieler Eltern berücksichtigt, ihren Kindern die Entscheidung zum endgültigen Bildungsgang möglichst lange offen zu halten, das Entwicklungspotential der Kinder in den Fokus zu nehmen, damit der für das Kind bestmögliche Schulabschluss erreicht werden kann. Die Gesamtschule Jüchen bietet nicht nur alle Schulabschlüsse der Sekundastufe I, sondern auch die Möglichkeit des Fachabiturs sowie der allgemeinen Hochschulreife. So können Schülerinnen und Schüler aus Jüchen wohnortsnah und unter einem Dach alle Bildungsziele verfolgen, ein Wechsel der Schulform oder des Schulortes ist nicht mehr notwendig.

Das erfolgreiche pädagogische Konzept der Sekundarschule Jüchen fließt in das neue Konzept der Gesamtschule Jüchen ein. Das Leitbild ist nach wie vor „Alle Kinder sind willkommen – Wir sind eine Schule für alle“. Grundschülerinnen und Grundschüler lernen alle gemeinsam, unabhängig von ihren Grundschulempfehlungen. Das setzt voraus, dass individuelle Lernkonzepte entwickelt werden, die die Schülerinnen und Schüler fördern und fordern, damit sie ihr eigenes spezifisches Potential entfalten können. Die Schule des 21. Jahrhunderts muss Kinder von heute auf die Herausforderungen dieses Jahrhunderts vorbereiten. Die reine Wissensvermittlung bzw. Wissensaneignung reicht nicht mehr aus, um problemlöseorientiert zu handeln. Es geht vielmehr darum, wie löse ich mit meinem vorhandenen Wissen Probleme, wie übernehme ich Verantwortung für mein Handeln, wie gestalte ich Prozesse.

Lernen soll mithelfen, ein aktives Gemeinwesen aufzubauen. Dabei solle es jedem ermöglicht werden, seinen Teil an Verantwortung in der Gemeinschaft zu übernehmen. Damit es gelingt das gesamte Potential der Schülerschaft zu entfalten gibt es vier Bedingungen:

Loslassen und zutrauen statt bevormunden

Sinn                         statt Verwaltungshandeln

Mut                          zur Vision

Mut                          zum ergebnisoffenen Prozess

Im pädagogischen Konzept der Gesamtschule Jüchen haben wir begonnen, traditionelle Strukturen einer Schule aufzubrechen, weg vom Lernen stückchenweise, standardisiert, kontrolliert, gesteuert, hin zum ganzheitlichen Lernen .

 

Das  Rahmenkonzept für die Gesamtschule Jüchen formuliert Grundsätze und Eckpfeiler zur Organisation und Verwirklichung „einer Schule für alle Kinder“. Im noch zu entwickelnden Schulprogramm, welches alle an Schule Beteiligten mitgestalten, werden einzelne Bereiche noch zu konkretisieren sein und an die Entwicklungsstufen einer Schule im Aufbau angepasst werden. Das pädagogische Gelingen setzt das Engagement von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern, Eltern und Erziehungsberechtigten, sowie den Mitarbeitern der Gemeinde Jüchen, insbesondere des Schulverwaltungsamtes voraus. Eine fortlaufende pädagogische Diskussion wird die Basis des Erfolges sein, indem Ideen entwickelt und ausgebaut werden, sowie  persönliche Fähigkeiten und Ressourcen aller am Prozess Beteiligten genutzt werden. 

 

Weitere Einzelheiten zum pädagogischen Konzept der Gesamtschule Jüchen entnehmen Sie bitte den nachfolgenden Seiten.

 

Mit dem hier vorgelegten Konzept wird ein inhaltlich anspruchsvoller und stimmiger Rahmen formuliert, der Qualitätsstandards vorgibt, die von den  Lehrkräften der Gesamtschule erwartet werden. Auf der anderen Seite lässt dieses Konzept dem Kollegium genügend Freiraum und Handlungsspielräume, es um eigene Vorstellungen und Leitbilder zu ergänzen und schließlich mit Leben zu erfüllen.

 

 

Jüchen im April 2017    Susanne Schumacher, Schulleiterin 


Kernauftrag der Schule ist laut Schulgesetz:

„Die Schule fördert die Entfaltung der Person, die Selbstständigkeit ihrer Entscheidungen und Handlungen und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl, die Natur und die Umwelt. Schülerinnen und Schüler werden befähigt, verantwortlich am sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, beruflichen, kulturellen und politischen Leben teil zu nehmen und ihr eigenes Leben zu gestalten.“

Jüchen im Mai  2017     Susanne Schumacher, Schulleiterin